DOULA?

Eine Doula (vom altgriechischen "doúle" was soviel wie "Dienerin oder Magd" bedeutet) ist eine nichtmedizinische Helferin. Sie steht einer werdenden Mutter vor, während und nach der Geburt emotional und physiologisch zur Seite.

In Zeiten in denen eine Hebamme gleichzeitig drei werdende Mütter betreut, ist eine kontinuierliche Begleitung unter der Geburt durch ein und die selbe vertraute Person nicht mehr gewährleistet. In diesen Fällen, ist eine Doula die passende Ergänzung zum Geburtsteam bestehend aus Hebamme und Arzt.
Die Arbeit der Hebammen ist wichtig. Wir ersetzen weder die Hebammen noch mischen wir uns in ihre Aufgabenfelder ein. Wir unterstützen und entlasten die GeburtshelferInnen dahingehend, dass die betreute Frau/das Paar nie alleine ist und durch unsere Anwesenheit schneller und umkomplizierter ihr Kind auf die Welt bringen kann (siehe rechts unten; Quelle: Flyer Doulas in Deutschland e.V.).

Die Doula geht als vertraute Person mit in die Geburt (egal ob zu Dir/Euch nach Hause, in ein Geburtshaus, in den Kreißsaal oder den OP), gibt Dir/Euch - bis das Kind auf der Welt ist - Halt, Kraft und Zuversicht. Und auch wenn das Neugeborene da ist wird sie Dir/Deinem/r PartnerIn weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen denn, keine Zeit wird im Vorhinein so unterschätzt, wie die im Wochenbett. Eine besondere Bindung, die auch noch viele Jahre später die Familie tragen kann. 

Das bedeutet, dass aus welchen Gründen auch immer Du/Ihr zu mir komm(s)t, sei es Du bist alleinstehend, hattest vielleicht ein vorheriges traumatisches (Geburts-)Erlebnis, sei es Du und/oder Dein/e PartnerIn ha(b)t Angst keine selbstbestimmte Geburt zu erleben oder Du/Ihr sucht einfach jemanden der dieses Ereignis bildlich festhält, ich bin für Dich/Euch kontinuierlich da. Ich möchte die Erfahrungen und Erkenntnisse aus meinen Geburten, meiner Ausbildung und meinen Praktika nutzen, um DIR/EUCH die bestmöglichste Unterstützung zu bieten.


WOZU EINE DOULA?!? Was bringt mir die zusätzliche Person bei der Geburt?


Quelle: "Es ist nicht egal, wie wir geboren werden" von Michel Odent, Patmosverlag, 2005:

"...Der Begriff "Unterstützung" erlebte eine regelrechte Konjunktur, nachdem das Team von John Kennell und Marshall Klaus eine wichtige Untersuchung veröffentlichte, die in den 70er-Jahren in Guatemala durchgeführt worden war. In zwei stark frequentierten Krankenhäusern, in denen täglich 50 bis 60 Babys zur Welt kamen und in denen Ärzte und Schwestern Methoden einführten, die sich an dem in den USA üblichen Vorgehen orientierten, wurde untersucht, ob die Anwesenheit einer Doula eine statistisch messbare Wirkung zeigte. Man stellte fest, dass, wenn eine Doula anwesend war, Interventionen aller Art und der Einsatz von Medikamenten erheblich zurückgingen und die Geburten problemloser verliefen!..."

Wenn ihr wirklich verstanden habt, was das ist, Loslassen, Hingabe, wenn alles in eurem Körper offen, frei und entspannt ist, besonders auch der Mund, die Kehle, die Hände und die Augen, dann braucht ihr im Grunde nichts mehr zu tun. Es ist wie in der Liebe: Öffne dich und lass es geschehen. Lass das Kind zur Welt kommen. Es genügt schon, ihm nichts entgegenzusetzen, sich nicht zu fürchten, sich nicht verwirren zu lassen von der Kraft, der ungeheuren Gewalt, mit der das Kind geboren werden will. Es ist das höchste Opfer, vollkommener Verzicht. Etwas in dir muss dem Kind sagen können: Ja, verlass mich, gehe aus mir heraus. Das ist das Leben, Dein Leben. Vor dir. Nimm es.


(Frederic Leboyer, 1978)